kfd im Landesverband trifft sich zur Landesdelegiertenkonferenz in Stapelfeld:

von li: Petra Südkamp, Petra Focke, Mechtild Bothe, Dechant Hermann Josef Lücker, Maria Ruprecht, Christa Wassenberg, Rferentin mechtild Pille

Das neue kfd Leitungsteam im Landesverband


Das Landesleitungsteam hat einen neuen Präses. Nach anderthalbjähriger Vakanz konnte Dechant Herrmann Josef Lücker, Pfarrer in Visbek, als neuer Präses der kfd gewählt werden. Eine weitere Verstärkung im Team ist Bernadette Zurwellen aus Visbek, die nun ins Team an die Spitze des Landesverband gewählt wurde.
Im Studienteil beschäftigte sich die Versammlung der kfd Frauen zwischen Dammer Berge und Nordseeküste mit der kfd Stellungnahme zu organisierten aktiven Suizid.
Mit Petra Bert, Visbek stellte sich die ehemalige Pflegedienstleitung, die federführend das Hospiz in Dinklage mit aufgebaut hatte, dem sensiblen Thema und berichtet aus ihrer zwölfjährigen Erfahrung in der Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen.
Referentin Petra Bert

Referentin Petra Bert


‘Mit dem Angebot der Hospize und von palliativen Zentren und Stationen wird eine Sterbebegleitung geboten, die dem Leben der Menschen dient. Jede organisierte Form der aktiven Selbsttötung wird von uns abgelehnt’, so fasste Christa Wassenberg die Position der kfd zusammen. Schon die Bundesvorsitzende der kfd, Maria Theresia Opladen, merkte bei dem Frauentag der kfd im September an: “Der vermehrte Ruf nach der Legalisierung der Beihilfe zur Selbsttötung ist nicht selten Ausdruck der Angst vor Schmerzen und Einsamkeit am Lebensende. Auch die Überforderung der Angehörigen im Umgang mit dem Tod spielt in diesem Zusammenhang eine Rolle. Dieser Tendenz wollen wir eine neue Kultur der Sterbebegleitung entgegensetzen.”
Im Gespräch zeigte sich, dass es eines gesellschaftlichen Umdenkungsprozess bedarfs, bei dem das Sterben nicht ausgeblendet, sondern als Teil des Lebens betrachtet wird. Die Aufklärung über Selbstbestimmtheit am Ende des Lebens durch Patientenverfügung und Vorsorgevollmachten ist notwendig. Vieles, das die freiheitliche Gestaltung des persönlichen Lebensendes betrifft, ist heute legal möglich, aber nicht bekannt. Eine Zulassung organisierter aktiver Selbsttötung, wie sie momentan diskutiert wird, könnte dammbrechende Formen fördern, die menschliches Leben und Sterbehilfe unter wirtschaftliche und kommerzielle Gesichtpunkte stellt, die von der kfd abgelehnt werden. Menschliches Leben und auch das Ende menschlichen Lebens muss unverfügbar bleiben und geschützt werden. So meinte Petra Bert: ‘Angst machen Schmerzen, Leiden und Qual durch Krankheit, doch das muss nicht sein, wenn Sterbende palliativ begleitet werden an der Hand von Menschen, die den Weg mitgehen – und nicht sterben durch die Hand von Menschen, weil sie sich überfordert fühlen!” Dies Thema muss voran gebracht werden in den kfd Gemeinschaften und in der Gesellschaft. Die politische Forderung der kfd ist klar: ‘Keine organisierte aktive Selbsttötung!’
Mechtild Pille dankt der Referentin Petra Bert

Mechtild Pille dankt der Referentin Petra Bert