Leben bis zuletzt! kfd-Aktion zur Debatte um Beihilfe zum Suizid

Wir müssen die Ängste und Nöte der Menschen ernst nehmen, die sich davor fürchten, am Ende ihres Lebens nicht mehr über sich selbst bestimmen zu können, Schmerzen erleiden zu müssen oder ganz auf die Fürsorge anderer angewiesen zu sein“, erklärt Maria Theresia Opladen, Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd).
Insbesondere die Sorge, Anderen zur Last zu fallen und am Ende des Lebens hilflos zu sein, erscheint vielen in der heutigen Gesellschaft als Zumutung. Dies annehmen zu können, ist aus Sicht der kfd Teil des Ringens um einen würdigen Umgang mit dem Altern und Sterben. „Der Tod ist Teil des Lebens und als solcher zu begreifen, auch wenn wir ihn zu gern verdrängen. Doch nur so kommen wir zu einer Selbstverständlichkeit im Umgang und der Begleitung Sterbender.“, ist auch die Sprecherin der kfd im Landesverband Oldenburg Christa Wassenberg aus Lohne/Kroge überzeugt.
Eines der Kernprobleme sieht sie darin, dass das Wissen um die Möglichkeiten und die Angebote einer fürsorglichen Sterbebegleitung durch Hospizdienste und Palliativmedizin viel zu wenig bekannt ist.
Deshalb ruft die kfd ihre Mitglieder auf, sich aktiv in die aktuelle gesellschaftspolitische und parlamentarische Debatte um die Beihilfe zum Suizid einzumischen: „Informieren Sie sich, sprechen Sie mit den lokalen Verantwortlichen im Gesundheitswesen und wenden Sie sich an Ihre Bundestagsabgeordneten.“ Im Rahmen ihrer Aktion „Leben bis zuletzt“ hat die kfd im Landesverband Oldenburg ihre kfd Gruppen und alle Mitglieder dazu aufgerufen, Fragen rund um die würdige Begleitung Sterbender und auch die Wünsche und Sorgen in Bezug auf das eigene Lebensende zum Thema zu machen. Darüber hinaus sind die Gruppen aufgerufen sich brieflich an die Bundestagsabgeordneten zu wenden, um diesem Anliegen Nachdruck zu verleihen.

Die 1. Lesung im Plenum war am 2. Juli 2015; die Abstimmung soll Anfang November erfolgen.
Der Verband unterstützt Bildungsveranstaltungen und Gespräche mit Verantwortlichen, die über die lokalen Angebote der Hospizdienste und der palliativen Versorgung informieren und die wichtigsten Fragen klären.
Witerführende Hintergründe sind auf der Internetseite ‚leben bis zuletzt‘ der kfd zu erfahren: