‚Weiberaufstand‘ war beim Frauenmahl der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) das der Landesverband im Saal Cl. Overmeyer angeboten hat der Titel der Buchlesung. Autorin und Journalistin Dr. Christiane Florin nahm als Tischrednerin die Stellung der Frauen in der Katholischen Kirche unter die Lupe. Sie legte ihre Argumente –Warum Frauen in der katholischen Kirche mehr Macht brauchen- vor den 70 Frauen schlagfertig und auch humoristisch dar. Florin führte anhand kirchenamtlicher Aussagen aus, das die Frau als ‚das andere Wesen‘ in der Kirche wiederholt beschrieben und ihre Rolle festgelegt wurde, ohne dass je eine Frau dabei zu Wort gekommen sei. ‚Wenn es nicht so ernst wäre, müsste man angesichts dieser Wesensbestimmung lachen‘, führte Florin aus. Auch nahm sie Stellung zur aktuellen Missbrauchsstudie, die von der Deutschen Bischofskonferenz in Auftrag gegeben wurde. Auch da werden die Machtstrukturen in der Kirche als begünstigend für die Täter dargestellt. In den Interviews mit Bischöfen im Rahmen ihrer journalistischen Aufgaben beim Deutschlandfunk, stellte sie immer die gleiche Abschlussfrage: „Wann wird es in ihrem Bistum die erste Bischöfin geben?“ worauf die so gefragte meistens mit Lachen reagierten, so abwegig muss den Würdenträgern diese Frage anmuten.

Die Teilnehmerinnen des Frauenmahls forderte sie auf immer wieder dran zu bleiben und nicht zu resignieren. ‚Ich habe das Buch nicht geschrieben, damit die Katholikinnen sich als Opfer fühlen, das liegt fern, doch die Frage nach Gleichberechtigung in der katholischen Kirche ist eine Frage nach Menschenrechten.“ Buchhändlerin Elisabeth Vatterodt, die als Kooperationspartnerin der kfd diesen Abend mitorganisierte stellte anerkennend fest: ‚Ich habe noch kein so kompaktes und zugleich engagiertes Buch zu diesem Thema  in der Hand gehabt und Christiane Florin bringt es überzeugend und frisch rüber.‘

Beim schmackhaften drei Gänge Menü gab es interessante Tischgespräche und einen regen Erfahrungsaustausch. „Frauenmahle haben eine lange Tradition und wir hoffen, dass unsere kfd im Landesverband diese auch künftig aufgreift, um brisante Themen für Frauen aufzubereiten und sich in aktuelle Fragen einzuschalten“, meinte Petra Focke aus dem Landesleitungsteam.