- Erwerbsarbeit

Equal Pay Day

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Der Equal Pay Day (EPD) ist der Tag, an dem Frauen durchschnittlich genauso viel verdient haben wie Männer bereits zum Jahresende des Vorjahres.
Das bedeutet für 2019, dass Frauen 77 Tage "umsonst" arbeiten, denn noch immer erhalten sie durchschnittlich einen 21 Prozent niedrigeren Bruttostundenlohn als Männer.
Fair ist, wenn Gleiches gleich bewertet wird -dieser Grundsatz gilt insbesondere für die Entlohnung der Erwerbsarbeit.

2019 lautet das Motto des Equal Pay daher "Wertsache Arbeit".

Die kfd fordert anlässlich des Equal Pay Day eine geschlechtergerechte finanzielle Aufwertung von Berufen, in denen überwiegend Frauen beschäftigt sind.

"Diese Unterschiede tragen eine enorme Mitschuld daran, dass Frauen weniger Rente erwirtschaften als Männer und daher viel häufiger von Altersarmut betroffen sind. Gleichzeitig werden so wichtige Berufe unattraktiv gemacht, die für unsere alternde Gesellschaft aber lebensnotwendig sind", so Mechthild Heil, Bundesvorsitzende der kfd.

Was ist uns also die Arbeit von Erzieherinnen, Hauswirtschafterinnen und Pflegerinnen wert? Kann es sich unsere Gesellschaft leisten, dass so wichtige

Tätigkeiten oftmals in informellen Beschäftigungsverhältnissen, zu niedrigen Löhnen und unter schlechten Arbeitsbedingungen erbracht werden? "Diskriminierung beginnt bereits in der Ausbildung: Während Auszubildende in Handwerksberufen ein sozialversicherungspflichtiges Entgelt erhalten, findet etwa der erste Teil der Ausbildung zur Erzieherin an einer Fachschule statt. Angehende Erzieherinnen erhalten also keine Ausbildungsvergütung, zudem wird oft Schulgeld erhoben", beklagt Heil.

Die kfd fordert daher eine Aufwertung der sogenannten Frauenberufe. Jedes Jahr am Equal Pay Day informiert der Landesverband bei einem Frauenfrühstück über diese Ungerechtigkeit und stellt die Forderungen vor.

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